Um Yang Taekwondo

5. Yul-Gok Hyong

(38. Bewegungen)

 

Yul-Gok ist das Pseudonym des bedeutenden koreanischen Philosophen und Gelehrten Yi I (1536-1584). Yi I wird auch “Konfuzius von Korea” genannt. Die 38 Bewegungen dieser Hyong deuten auf Yis Geburtsort auf dem 38. Breitengrad hin. Das Hyongdiagramm symbolisiert das koreanische Schriftzeichen für “Gelehrter”.

 

Yi I war ein Beamter, der in verschiedenen Regierungsposten tätig war. Neben seinem philosophischen Studien, versuchte Yi vor allem die Staatsverwaltung durch die Einführung der Moralvorstellungen von Konfuzius zu reformieren. Hier betonte er, dass das Streben zur Weisheit und die geistige Selbstkultivierung Grundlage der Staatsführung sein sollten. Dies steht im Einklang mit der Grundphilosophie Konfuzius, nach der jeder, der über andere regieren möchte, vorher sich selbst zu regieren lernen sollte.

 

Als einer der wichtigsten Philosophen des koreanischen Neokonfuzianismus ist vor allem sein Kommentar über das Verhältnis zwischen Li und Ki (Ordnung und Lebensenergie bzw. Realität) wichtig. Er stimmte der dualistischen Auslegung der Lehre Konfuzius, darunter des dreißig Jahre älteren Yi Hwang (Yi Toi-gye) nicht vollständig zu. Seine Schule des Neokonfuzianismus legte mehr Wert auf die konkrete, praktische Anwendung der konzuzianischen Prinzipien der Kultivierung des Geistes durch Studien und äußere Erfahrungen als innere spirituelle Erfahrungen.

 

Im heutigen Korea ist Yi I auf der 5000-Won-Banknote abgebildet.